BIONDIN

GESCHICHTE

Nach vielerlei Versuchen im Keller und ebensovielen Verkostungen wollte uns scheinen, daß dieser Wein tatsächlich etwas Räuberartiges an sich hatte: Geschickt überwältigt er die Geschmacksnerven, und wenn er schon wieder weg ist, bleibt doch der Eindruck der Begegnung auf der Zunge und am Gaumen noch lange erhalten. - In den Zeiten meiner Kindheit erinnerten sich die Alten noch an den sagenhaften Biondin, den letzten Räuber, der im Bielleser Land sein Unwesen getrieben hatte:
"Francesco Demichelis, genannt "il Biondin", wurde 1871 im Monferrato geboren. Er war schön, elegant , ein leidenschaftlicher Tänzer und Liebhaber der Dorf- und Erntefeste. Von Berufs wegen trieb er zwischen Lomellina, Biella und Vercelli das Räuberhandwerk. Sein artiges Benehmen gegen die Frauen gewährte ihm über viele Jahre Schutz und Schirm.
Er war so eine Art Robin Hood unserer Gegend, ein letzter romantischer Räuber."

REBSORTEN UND AUSBAU

Der Biondin wird aus einheimischen Trauben von dem Moränenhügel "della Serra" zubereitet, die zunächst in der "Passitaia" von Montecavallo, der "Rosinieranlage", bis Weihnachten liegen.
Dann werden sie sanft ausgepreßt und zwei Tage lang bei der natürlichen Winterkälte kaltvergoren. In einem Eichenfaß geht die Gärung weiter, den ganzen Winter durch, bis der golden-kristalline Most im Frühjahr zu einem kostbaren Nektar geworden ist, den man für sich, abseits der Tafel, genießt.

ORGANOLEPTISCHE BESCHREIBUNG

Ein Wein von goldgelber Farbe, lebhaft und brillant; einem Duft nach Honig folgt bald das sinnlichere Aroma von Zitrusfrüchten; am Gaumen macht er sich langsam breit und zeigt Süße und Frische in schönster Harmonie; langer Abgang mit Noten von Vanille und kandierten Früchten.

Alkohol 13,5-15%

LAGERUNG UND VERKOSTUNG

Trinktemperatur: 12-14°
0,5 l - Flaschen
Beschränkte Produktion

Im Castello di Montecavallo können Sie den Biondin verkosten und erwerben.
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