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Über uns

Die Biellesen lieben ihre Heimat und kehren stets dorthin zurück. Die Berge sind schroff, das Land ist rauh. Bei mir war das auch so: Ich bin weggegangen und zurückgekehrt.

Ich bin hier aufgewachsen, in dieser nicht immer einfachen, aber immer wieder faszinierenden Umgebung Biellas, inmitten von Kastanienwäldern und Weinbergen. Ich verbrachte die Sonntage in Oropa, im Sommer wandernd, im Winter Ski fahrend. Unsere Berge sind nicht lieblich, aber – wie mein Sohn sagt – anderswo finden wir es langweilig. Denn dieses Bielleser Land wird ein Teil von dir, wenn du die Farbenpracht der Azaleen und Rhododendren im Frühling, der rotglühenden Buchenwälder im Herbst gesehen hast und die Reisfelder, die sich weit wie ein Meer vor dir erstrecken.

Ich bin weggegangen, um Photographin zu werden. Später habe ich in Griechenland ein Lokal geführt. Ich habe reisend die Welt kennengelernt und bin zurückgekehrt: glücklich, die Weinberge zu bewirtschaften, die seit Jahrhunderten im Besitze meiner Familie sind, und dieses alte Schloß lebendig zu erhalten, was eine ständige liebevolle Pflege erfordert.

Meine Mutter war überaus gastfreundlich, und so habe ich von klein auf unser Haus immer voller Gäste aus aller Herren Ländern erlebt. Diese Eindrücke haben mich bestimmt, das Gut all denen zu öffnen, die seine Schönheit zu schätzen und seine Ruhe zu genießen verstehen.

Die Kellerei führe ich zusammen mit Andrea Manfrinati, mit dem mich ein mittlerweile geradezu geschwisterliches Verhältnis verbindet: viele fruchtbare Auseinandersetzungen und manchmal kleine Zankereien, wenn's um die Weinlese geht. Gemeinsam ist uns die Leidenschaft für den Boden, den Weinberg und den Wein. Wir können Stunden damit zubringen, über die Umgestaltung des Kellers und die Verbesserung unserer Weine zu diskutieren, und dabei trinken wir natürlich gerne ein gutes Gläschen….

Vor zwölf Jahren habe ich Ferdinanda Salino kennengelernt, mit der ich die Leidenschaft fürs Reisen, für die Berge, fürs Radfahren und für einen Haufen Hunde und Katzen teile. Wir haben Wanderungen zusammen gemacht, sind auf Skiern die steilsten Hänge hinab um die Wette gefahren und haben Deutschland und Frankreich auf Fahrrädern durchquert, nicht ohne auf gute Gasthäuser achtzuhaben, die am Wege lagen, und manch guten Wein zu kosten. Ferdi liebt Bücher und Katzen und ist eine begeisterte Köchin, die mit Vorliebe alten Hausrezepten folgt. Mit den Jahren ist sie die würdige Erbin der kulinarischen Erfindungsgabe ihrer Großmutter geworden und hat durch stete Übung ihre Kunst soweit verfeinert, daß wir beschließen konnten, zusammen diesen landtouristischen Betrieb zu eröffnen und auf diese Weise unserer Leidenschaft für die Erzeugnisse unseres Bodens und für die traditionelle Küche zu frönen.


Maria Chiara Reda

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